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Der Pen+ Ellipse von Moleskine

Moleskine hat mir den neuen Pen+ Ellipse zum Testen zugeschickt. In diesem Beitrag geht es um meine Alltagserfahrungen mit dem smarten Stift. Der Stift soll eure Notizen über die Cloud automatisch synchronisieren und dadurch auf all euren smarten Geräten verfügbar machen.

Der Pen+ Ellipse ist schlicht und elegant gestaltet. Der Sensor, der an der Spitze des Pen+ sitzt, macht den smarten Stift nur unwesentlich größer. Es werden zwei Stiftminen mitgeliefert. Sollte man viel schreiben und dadurch einen großen Minenverbrauch haben, ist es nicht nötig spezielle Moleskine Minen zu kaufen. Es reichen auch ganz einfache Standardminen, die man bei Amazon und co. bestellen kann.

Leider ist mir als Linkshänder ein großes Manko des Pen+ aufgefallen. Beginnt man das Schreiben direkt am Seitenrand, ist es nicht möglich das Geschriebene durch den Sensor aufzuzeichnen. Als Folge davon werden oft die ersten Buchstaben an den Seitenrändern nicht korrekt synchronisiert. Linkshänder müssen deswegen entweder bewusst weiter rechts schreiben oder sollten lieber auf dieses Produkt verzichten.

Linkshänder aufgepasst! Am Seitenrand sammelt der Pen+ nicht immer alle Schreibinformationen.

Von diesem  Problem abgesehen funktioniert der Stift hardwaretechnisch einwandfrei. Der Stift lässt sich ziemlich schnell aufladen über ein Micro-USB Kabel und der Akku hält auch mehrere Tage ohne Probleme. Der Sensor zeichnet die kleinsten Details auf und funktioniert in diesem Punkt richtig gut.

Im Alltag ist es durchaus Sinnvoll schnell Notizen in dem Paper Tablet (muss zusätzlich gekauft werden!) zu machen. Am Abend kann man dann den Stift mit dem Smartphone verbinden und via Bluetooth die Daten übertragen. Im Schnitt muss man mit ca. 20 Sekunden Wartezeit für den Transfer rechnen. Sind die Texte übertragen, kann man in der Moleskine App die Texte noch editieren. Dazu stehen einem verschiedene Marker zur Verfügung. Gegebenenfalls kann man auch Teile eines Textes wieder löschen.

Alternativ habt ihr aber auch noch die Möglichkeit in Echtzeit beim Verfassen eines Textes in eurem Paper Tablet den Text auf euer Smartphone übertragen. Währenddessen kann man sogar noch eine Tonaufnahme starten.

Leider gibt es einige Fehler bei der Transkribierung und der Text ist nicht richtig formatiert. Transkribierung ist zudem abgekürzt.

Kommen wir nun zu der Software. Ich habe für den Praxistest ausschließlich die iOS Moleskine App verwendet. Die Software erkennt sehr gut, auf welcher Seite ich mich in dem Paper Tablet befunden habe und die Texte wurden immer ohne Probleme übertragen. Leider hat mich die App aber auch sehr enttäuscht. Das Design der App ist leider nicht aktuell und die wenigen Funktionen, die implementiert sind, funktionieren kaum. Die Worterkennung funktioniert leider nur sehr schlecht, die Texte sind nicht formatiert und anspruchsvollere mathematische Formeln werden nur als ein riesiges „Wirrwarr“ interpretiert. Auch die Mailfunktion, die ich wirklich sehr spannend finde, funktioniert nicht. Als kleine Erklärung zur Mailfunktion: Wenn ihr eine Seite beschrieben habt, könnt ihr einen Mailkasten mit dem Stift markieren und dieser sendet dann den Inhalt über die App an eure E-Mail Adresse. Eine sehr gute Idee wie ich finde.

Ein weiterer Punkt, der mir leider negativ aufgefallen ist, ist die kaum vorhandene Nutzerführung. Es gibt kaum Infos für den Nutzer, wie er mit dem Pen+ arbeiten kann. Dazu kommt noch das viele Wörter in der App grundlos abgekürzt werden.

Elegantes Design des Pen+ Ellipse

Fazit

Der Pen+ Ellipse ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Der Stift und das Paper Tablet sind wirklich gut gestaltet. So wie man es eben von Moleskine kennt und erwartet. Leider ist die Kombination aus Pen+ Ellipse und Paper Tablet nicht ganz günstig. Insgesamt hat mich das Produkt bis auf die Moleskine App überzeugt. Es macht Spass mit dem Pen+ Ellipse zu schreiben und die Funktionen, die der Stift bietet, sind oft sehr hilfreich.

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