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Programmieren auf dem iPad

Programmieren auf dem iPad

Update vom 12.11.2019:

Neben Pico Compiler gibt es mittlerweile auch eine große Menge IDEs, die euch im Webbrowser zur Verfügung stehen. Für HTML, JavaScript und CSS kann ich CodePen sehr empfehlen. Solltet ihr Interesse daran haben Swift-Code zu schreiben, dann solltet ihr euch mal den Swift-Playground ansehen.


[NEU] Update vom 06.05.2020:

Programmieren im Webbrowser ist jetzt auch mit Github möglich. Die Plattform hat das das neue Feature Codespaces vorgestellt. Dieses befindet sich aktuell noch in der Beta-Phase. Mehr dazu findet ihr hier in dem Artikel.


Pico Compiler

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe eine App zum Programmieren auf dem iPad gefunden. Die App heißt PicoCompiler und kompiliert euren Java-Code.  In der kostenlosen Variante, könnt ihr euch ein wenig mit den Funktionen der App vertraut machen. Richtig programmieren kann man hier aber noch nicht. Dafür müsst ihr euch die App PicoCompiler Pro kaufen. Diese kostet ca. 3,50€ . Damit könnt ihr dann eigene Projekte und Klassen anlegen und könnt eueren Code automatisch vervollständigen lassen. Dazu könnt ihr damit das „schwarze Design“ aktivieren, welches ganz angenehmer für die Augen und den Akku ist.

Ich arbeite jetzt schon seit einigen Tagen mit der App und bin recht zufrieden. Ich nutze die App nur an der Uni und kann leider nicht sagen, ob die App sich auch für den Berufsalltag eignet. – Ich denke aber nicht so gut, zumindest bei größeren Projekten. Für die Uni ist die App aber auf jeden Fall hilfreich. Die Tastatur hat eine erweiterte Programmierer-Funktion. Geschweifte Klammern, Semikolons lassen sich damit sehr einfach finden.

Leider könnt ihr nicht so gut auf bisher bestehende Projekte zugreifen. Ich habe zumindest bisher noch keinen Weg gefunden, auf bestehende Java Klassen über die Dropbox- oder die Dateien-App zuzugreifen. Anstelle dessen kopiere ich mir mit Hilfe von Multitasking die Datei einfach in eine neue Klasse und der Pico App.

Laut dem Entwickler werden Programme offline in der App kompiliert (hat bei mir bisher noch nicht funktioniert). Die Übersetzungszeit ist trotzdem deutlich schneller als im Vergleich zu Online-Diensten wie zum Beispiel Overleaf.

Die Tastatur von der App PicoCompiler ist für Programmierer angepasst.

Jupyter Notebook App

Die App Carnets bietet euch eine vollwertige Jupyter Notebook Umgebung. Pakete wie Numpy, Sympy, Matplotlib, Pandas sind bereits in der App vorinstalliert und können gleich ohne einen zusätzlichen Import verwendet werden. Es ist auch möglich bereits bestehende Jupyter Notebooks in die App zu importieren. Jupyter ist allerdings auf die drei Programmiersprachen JuliaPython und R beschränkt.

Github Codespaces

Aktuell gibt es ein ganz neues Feature von Github. Codespaces ist ein Web-Interface mit Programmierumgebung. Laut Github soll die Entwicklungsumgebung fast identisch zu Visual Studio Code sein. Damit ist coden, bauen, testen, debuggen, und deployen im Webbrowser ohne Probleme möglich. Sogar die Installation von Erweiterungen wie bei VSC oder dem Atom-Editor soll möglich sein. Durch die Integration von der Entwicklungsumgebung auf der Github-Plattform, könnt ihr Codespaces auch sehr einfach in euren Workflow einbinden.

Auf der offiziellen Webseite von Github könnt ihr den „Early Access“ anfragen über einen Link. Ich habe das heute schon gemacht und berichte, sobald ich neue Informationen habe!

2 Comments

  1. Rainauke

    29. Mai 2018 at 13:56

    Mit Touchfunktion ist ja nicht so meins.

    1. JanNik

      30. Mai 2018 at 20:29

      Ja programmieren ohne Tastatur ist tatsächlich merkwürdig. Aber für zwischendurch ist das auf jeden Fall praktisch.

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